
Sehr gut zu lesen - Viele Beispiele - Aktuell - Das Werk von Pellens ist sehr gut zu lesen, mit einer klaren Gliederung, klaren Definitionen, expliziten Buchungssätzen, vielen Beispielen und aktuellen Informationen, wie z.B. IFRS 3.Die vorherige, extrem negative, Bewertung eines anderen Rezensenten halte ich für krass unfair. Vor dem Werk von Pellens hatte ich mit dem Werk von Herrn Coenenberg Jahresabschluß und Jahresabschlußanalyse gekämpft. Das Werk von Pellens ist erheblich besser zu lesen, vor allem das didaktisch gut aufbereitete Kapitel über Unternehmenszusammenschlüsse. Das entsprechende Kapitel in Coenenberg über Kapitalkonsolidierung war fast unlesbar. Viele Stunden Ärger und Grübelei hätte ich mir erspart, wenn ich gleich das Werk von Pellens gelesen hätte. Zusammenfassend ist dies ein fachlich und didaktisch sehr gutes Buch zu einem sehr fairen Preis, das eine hohe Auflage verdient.
Etwas fern von der Wirklichkeit der Rechnungselger... - Der Uni-Hintergrund des Buchs ist kaum zu übersehen. Theoretische Diskurse zum Für und Wider von Impairment Only Approach, Tageswertbilanzierung etc. Die Wissensvermittlung steht an zweiter Stelle, Praxisfragen werden nur auf jeder dritten Seite gelöst. Die Vergleiche mit US-GAAP bringen Praktikern kaum Vorteile: Die Frage stellt sich nicht mehr, ob IFRS oder US-GAAP besser oder oportuner sind (IFRS-Verordnung!). Zielgruppen sind vor allem: 1. Das IASB selbst, 2. zitierfreudige Studenten. Schade.
Wegweiser - Das Fachbuch Internationale Rechnungslegung von Pellens, Fülbier und Gassen behandelt in 29 Kapiteln Fragestellungen zum im Titel genannten Thema. Die ersten sieben Kapitel führen theoretisch in den Komplex internationale Rechnungslegung ein, wobei auch auf die Entwicklungsschritte der deutschen Rechnungslegung auf dem Weg zur Internationalisierung eingegangen wird und der institutionelle Rahmen der IFRS dargestellt wird.Die folgenden Kapitel befassen sich ausführlich mit konkreten Problembereichen der internationalen Rechnungslegung [z.B. Immaterielles Anlagevermögen (Kapitel 12), Finanzinstrumente (Kapitel 19)].Der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig in der Untersuchung und Darstellung der Vorgehensweise nach IFRS. Die Gemeinsamkeiten und wesentlichen Unterschiede zum HGB und US-GAAP werden am Ende jedes Kapitels kurz erläutert.Aus meiner studentischen Sichtweise liegt der Vorteil dieses Buches im Aufbau der einzelnen Kapitel. In jedes Themengebiet wird mit Hilfe eines interessanten Fallbeispiels eingeführt. Danach werden Ansatz- und Bewertungsprobleme erläutert und anhand weiterer Beispiele [häufig mit Buchungssätzen!] detailliert beschrieben und gelöst. Insbesondere diese Fallbeispiele können meiner Ansicht nach auch bei einer Klausurvorbereitung hilfreich sein.
Ein studentisches Muss - Das Buch „Internationale Rechnungslegung von Pellens/Fülbier/Gassen ist für mich inzwischen das Standardwerk für die Bilanzierung nach IFRS. Mit regelmäßigen Vergleichen zu HGB und US-GAAP gibt das Buch an vielen Stellen ebenfalls einen Überblick in andere Rechnungslegungssysteme. In vielen Bereich vermittelt das Werk einen grundsätzlichen Überblick über die Thematik und geht zumeist im Ansatz auf Detailprobleme ein. Aufgrund der umfangreichen Literaturangaben wird dem Leser ermöglicht Spezialprobleme anschließend selbstständig weiterzuverfolgen. Meines Erachtens gehört dieses Buch daher in den Schrank eines jeden studentischen Rechnungslegers. Dieses Buch war mir bei meiner gerade fertig gestellten Diplomarbeit eine große Hilfe.
Studierenden wie Praktikern uneingeschränkt zu empfehlen - Seit dem 01. Januar 2005 (bzw. für einige Ausnahmen spätestens ab 2007) müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen in der EU zwingend die International Financial Reporting Standards (IFRS) - die auch die früheren International Accounting Standards (IAS) umfassen - im Konzernabschluss anwenden. Im Gegensatz zum traditionellen deutschen Bilanzrecht, das auf den Schutz von Gläubigern durch Ausschüttungsbegrenzung abzielt, geht es bei den IFRS um den Schutz von Investoren durch die Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen (decision usefulness). Dieser Investorenschutz soll die Funktionsfähigkeit von Kapitalmärkten sicherstellen. Um einen den internationalen Anforderungen entsprechenden Jahresabschluss aufstellen zu können, ist ein fundierter Kenntnisstand der IFRS unverzichtbar. Das vorliegende Lehr- und Fachbuch zeichnet sich durch seine Aktualität (alle Standards bis einschl. IFRS 5 sind enthalten) und seine Vielseitigkeit (neben den klassischen Bilanzierungs- und Konsolidierungsfragen werden auch die Unternehmenspublizität und die Offenlegungsbestandteile behandelt) aus. Da es sowohl umfassendes theoretisches Wissen als auch Fragen zur Anwendung und Umsetzbarkeit beinhaltet, richtet es sich an Praktiker und Studierende gleichermaßen. Gegenüber der vierten Auflage wurde das Buch aktualisiert und grundlegend in Struktur und Inhalt überarbeitet. Das Buch ist in neunundzwanzig Kapitel gegliedert. Diese lassen sich in die vier Blöcke Grundlagen, Bilanzierungsvorschriften, Ausweis-/Offenlegungserfordernisse und eine Fallstudie einteilen. Dieser klare und übersichtliche Aufbau des Buches ist sehr hilfreich. Die Autoren haben sich hier gegen eine Gliederung gemäß der chronologisch nummerierten Standards (IAS 1 bis 41 und IFRS 1 bis 5) entschieden. Ein Hauptvorteil dieses „modularen Aufbaus liegt in der glasklaren Struktur. Damit wird auf komplex verzweigte und somit unübersichtliche Gliederungen verzichtet. Auf diese Weise entsprechen die Autoren auch der internationalen Vorgehensweise der Accounting-Fachbücher. Eine Gliederung gemäß der chronologisch nummerierten Standards hätte zwar den Vorteil geboten, dass die einzelnen Standards den Posten des Abschlusses hätten zugeordnet werden können und so eine zielorientierte Herangehensweise erleichtert worden wäre. Wer jedoch bei dem hier gewählten Aufbau wirklich die konkreten Standards sucht, findet sie auch über das ausführliche Stichwortverzeichnis.In den einführenden Kapiteln eins bis neun (228 Seiten) gehen die Autoren auf die Internationalisierung der Rechnungslegung ein, erläutern den institutionellen Rahmen der IFRS und deren Rahmenkonzept. Weiterhin behandeln sie die Rechenwerke sowie die Ertragssteuern als auch die relevanten Regelungen zur Umsatzrealisation. Zusätzlich ist den Institutionen der US-amerikanischen Rechnungslegung ein Kapitel gewidmet, womit der Vorbildfunktion der US-GAAP (aufgrund des „Norwalk-Agreements, ein Konvergenzprogramm zwischen den beiden Standardsettern) Rechnung getragen wird. Im zweiten Abschnitt (Kapitel zehn bis fünfundzwanzig) folgt eine nach Bilanzpositionen und -problemen untergliederte Kapitelstruktur (526 Seiten). Hier werden im einzelnen die aktuell gültigen und relevanten Normen/Standards dargestellt, erläutert und auf Beispielfälle angewandt, die die jeweiligen Bilanzpositionen, wie beispielsweise das immaterielle Anlagevermögen oder das Sachanlagevermögen auf der Aktivseite, oder die Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen auf der Passivseite betreffen, bzw. übergreifende Themen wie Währungsumrechnung oder Leasing behandeln. Die Grafiken in den einzelnen Kapiteln visualisieren noch einmal die komplexen Zusammenhänge und unterstützen damit das Erlernen der Inhalte. Obgleich die Themen umfassend abgehandelt sind und ein hoher Detailierungsgrad vorliegt, kann sich der Leser auf die wesentlichen Strukturen konzentrieren, da nicht sämtliche Ausnahmeregelungen (auf die Darstellung von Branchenspezifika wird verzichtet) erläutert werden. Positiv hervorzuheben ist weiterhin die gute didaktische Aufbereitung durch Beispiele, welche vertiefend auf die zugehörigen Buchungssätze eingehen. Dies verstärkt das profunde Verständnis. Im dritten Teil dieses Buches (Kapitel sechsundzwanzig bis neunundzwanzig, 96 Seiten) erhält der Leser umfassende Informationen zur Segmentberichterstattung, Zwischenberichterstattung, den Earnings per Share, der in vielen Büchern nicht oder nicht ausführlich beschriebenen Thematik der Unternehmenspublizität sowie einen Ausblick auf die Zukunft der internationalen Rechnungslegung, der auch die (potentiellen) Auswirkungen auf deutsche Unternehmen aufgreift. Im letzten Block des Buches befindet sich eine Fallstudie welche die Problematik der Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS thematisiert. Dies gibt dem Leser eine gute Möglichkeit, das vorher Gelernte an einem praxisnahen Fall zu vertiefen. Leider beinhaltet das Buch keine Lösung zur Fallstudie, allerdings räumen die Autoren ein, dass eine Lösungsskizze auf Anfrage bereitgestellt wird. Jedes Kapitel schließt mit einer Darstellung der Unterschiede zum deutschen Handelsgesetzbuch und den US-GAAP ab, was einen weiteren Pluspunkt des Buches ausmacht. Sollten Fragen offen geblieben sein, findet der Leser weiterhin am Ende eines jeden Kapitels ausgewählte weiterführende Literaturquellen, die äußerst hilfreich sind. Die Kombination aus Lehr- und Fachbuch eignet sich nicht nur hervorragend für all diejenigen, die in die Materie der internationalen Rechnungslegung nach IFRS einsteigen wollen wie Studenten und an der Umstellung der Rechnungslegung beteiligte Mitarbeiter eines Unternehmens, sondern auch für den Wirtschaftsprüfer oder Unternehmensberater, da es ebenso als Handbuch und Nachschlagewerk geeignet ist. Diese neue und aktuelle Auflage ist Studierenden wie Praktikern uneingeschränkt zu empfehlen.